festival contre le racisme 2011: aktionswoche vom 06. bis 13. juni
Bereits zum achten Mal in Folge veranstalten Studierende an vielen Hochschulen diese Aktionswoche zu Themen wie Rassismus, Xenophobie, Migration oder AusländerInnenstudium. Das festival wurde hierzulande als dezentrale bundesweite Kampagne vom freien zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) sowie dem Bundesverband Ausländischer Studierender (BAS) ins Leben gerufen und dabei von der gleichnamigen Kampagne des französischen Studierendenverbandes UNEF inspiriert.
Die Idee des festivals und was dahinter steckt
Rassismus und Diskriminierung sind auch Themen, welche die Studierenden etwas angehen. Rechtsextreme Übergriffe, wie der auf den jungen Wissenschaftler Ermyas M. in Potsdam am Ostermontag 2006, sind nur die Spitze des Eisberges. Ständig sind ausländische Studierende mit Hürden konfrontiert, die deutschen Studierenden unbekannt sind. Eine diskriminierende AusländerInnengesetzgebung und ein zumindest merkwürdiger Umgang mit Flüchtlingen und MigrantInnen sind Alltag. Die Probleme sind vielfältig, aber nicht allen Studierenden bekannt.
Hierzu bietet der fzs an, sich innerhalb einer Aktionswoche an dem festival contre le racisme zu beteiligen. In einem selbst gewählten Mix aus Politik und Kultur soll ein Rahmen für Informationsveranstaltungen, Ausstellungen und Kulturveranstaltungen gegeben werden.
Entlehnt ist die Kampagne vom französischen Dachverband der Studierenden (UNEF), der das festival contre le racisme bereits seit 1995 in Frankreich veranstaltet.
In Deutschland ist das festival contre le racisme eine dezentrale Kampagne, findet also an mehreren Orten gleichzeitig statt. Studierendenschaften und Initiativen vor Ort füllen das Label festival contre le racisme mit Leben, indem sie Veranstaltungen zu den verschiedensten Themen organisieren, Ausstellungen zeigen, Musikfestivals veranstalten oder sogar ihr Hochschulsommerfest in das festival contre le racisme integrieren. So entstehen Aktionswochen, in denen sich Studierende über Themen wie Rechtsextremismzus, Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung im Alltag, studentische Verbindungen, Intenationalisierung des Studiums, Flüchtlingspolitik oder die Situation ausländischer Studierender informieren und diskutieren können.
Der fzs koordiniert hierbei die einzelnen Hochschulstandorte und unterstützt die VeranstalterInnen vor Ort mit einheitlichen Materialien, Medienarbeit und Hilfe bei der Suche nach Themen und ReferentInnen.
Inhaltlich gibt es kaum Vorgaben. Selbst die Mottos und Aufrufe des festival contre le racisme sind unverbindlich. Weder inhaltlich noch formal möchte der fzs sich in die konkrete Ausgestaltung des festival contre le racisme der ausrichtenden Hochschulstandorte einmischen.
Und somit heißt es auch 2011: Seid couragiert, seid kreativ, seid mit dabei!

